Sauna

Warum Sauna so gut ist

Regelmäßige Saunabesuche sind gesund. Aber nicht für jeden und nicht immer und nur, wenn man es richtig macht. Hier ist der neueste Thermencheck-Leitfaden zur Gesundheit in der Sauna. Mit allem, was Sie tun und lassen sollten und den besten Ratschlägen für ein gesundes Schweißerlebnis.

WARUM IST DIE SAUNA GESUND?


Alle reden darüber, aber kaum jemand weiß, warum es so gesund ist, regelmäßig in der Sauna zu schwitzen. Wir werden Ihnen sagen, was die Gründe dafür sind, dass Sauna gesund ist.


Entschlackung: Schwitzen reinigt den Körper und erweitert die Blutgefäße. Mit dem etwas hartnäckigen Mythos, dass die Sauna auch die Kilos fallen lässt, muss leider aufgeräumt werden. Sie verlieren zwar für kurze Zeit durch Schwitzen und den daraus resultierenden Feuchtigkeitsverlust an Gewicht, verbrennen aber kein Fett. Daher bietet die Sauna keinen wesentlichen Vorteil in Bezug auf die Gewichtsabnahme, auch wenn der Körper in der Ruhephase mehr Energie verbrennt, indem er den Stoffwechsel anregt.
Entspannung: Eine Sauna stimuliert nicht nur das Immunsystem, sondern hat auch eine positive Wirkung auf die Psyche. Denn in der Sauna entspannen sich die Muskeln und damit der Geist.
Krankheitsvorbeugung: Das Immunsystem wird durch den Wechsel von Hitze und Kälte während der Sauna aktiviert. Die Stärkung des Immunsystems in der Sauna kann vor Erkältungen und Infektionen schützen.
Du wirst dich besser fühlen: Regelmäßige Saunen verbessern auch das Aussehen Ihrer Haut. Das ständige warm/kalte Training ihrer Gefäße hält sie jung. Trockene Haut nimmt die Feuchtigkeit aus der Sauna auf und wird weicher, so dass die Sauna effektiv gegen Hautalterung wirkt. Darüber hinaus kann die Sauna auch bei Psoriasis, Akne und Neurodermitis gute Ergebnisse liefern.
Durchblutungsförderung: Darüber hinaus wird die Durchblutung angeregt und die Venenmuskulatur trainiert. Dadurch können Venenerkrankungen gelindert werden. Saunas können auch bei niedrigem Blutdruck helfen. Aber nicht, wenn es eine organische Ursache hat! Wenn Sie Zweifel an Ihrer Gesundheit oder Unsicherheit haben, ist es am besten, mit Ihrem Arzt zu sprechen.
Atmung: Auch die Durchblutung der Schleimhäute der Atemwege wird durch warme Luft positiv beeinflusst. Regelmäßige Saunabesuche können vor allem bei Bronchialbeschwerden sinnvoll sein.
Höhere Lebenserwartung: Laut einer klinischen Studie in Finnland können Menschen, die regelmäßig die Sauna besuchen, eine längere Lebenserwartung haben. Das Schlaganfallrisiko kann durch regelmäßige Saunabesuche deutlich reduziert werden. In dieser Studie von 2018 wurden 1.600 Männer und Frauen befragt (Beobachtungszeitraum von 15 Jahren).

Es hat sich gezeigt, dass Saunabesuche ein- bis dreimal pro Woche das Risiko eines Schlaganfalls um 14% reduziert. Menschen, die mindestens vier- oder siebenmal pro Woche in die Sauna gehen, sind 61% weniger anfällig für einen Schlaganfall. Auf der positiven Seite kann sich die Sauna auch positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck auswirken, wenn Sie sich für eine milde Saunaform entscheiden. Im Allgemeinen ist es jedoch ratsam, vorab Ihren Arzt zu konsultieren. Diese Studie wurde in der Zeitschrift Neurology am 29.05.2018 veröffentlicht.

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Wann sollte man nicht in die Sauna gehen?


Obwohl die Sauna grundsätzlich gesund ist, gibt es klinische Bilder und Momente im Leben, in denen ein Saunabesuch kontraproduktiv oder sogar gefährlich sein kann. Wir haben sechs Gründe gesammelt, warum Sie sich von Saunen fernhalten sollten:

  • Im Falle von Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz sollten Sie weniger heiße Saunen wählen oder eine Infrarotkabine ausprobieren.
  • Wenn Sie Durchblutungsstörungen haben, gehen Sie niemals mit vollem Magen in die Sauna und vermeiden Sie Aufgüsse.
  • Sei nach dem Sport vorsichtig: Gehen Sie nicht gleich nach dem Sport in die Sauna, sondern warten Sie eine halbe Stunde, zur Beruhigung des Herz-Kreislauf-Systems.
  • Seien Sie vorsichtig, auch bei akutem Asthma! Der Kälteschock während der Abkühlung kann zu Anfällen führen.
  • Sie sollten auch bei Nierenproblemen vorsichtig sein. Durch den Verlust von Flüssigkeit werden die Nieren stärker belastet.
  • bei Rheuma sollten Sie die Sauna nur in der entzündungsfreien Zeit besuchen.

Wie sauniert man richtig?


Um sicherzustellen, dass Sie nichts falsch machen können, haben wir die besten Ratschläge für Anfänger und Fortgeschrittene für ein gesundes Saunavergnügen zusammengestellt. So geht saunieren richtig:

Duschen: Das Duschen hilft, den Fettfilm von der Hautoberfläche zu entfernen, welcher verhindert, dass sich die Poren richtig öffnen. Dann unbedingt abtrocknen, denn trockene Haut schwitzt schneller als feuchte Haut. Und es geht ja schließlich ums Schwitzen.
Man hat niemandem etwas zu beweisen: Gerade Anfänger in der Sauna und hier vor allem Männer, entwickeln manchmal zu viel Ehrgeiz und sitzen zu lange auf den obersten Rängen. Bei untrainierten Menschen kann das dazu führen, dass der Kreislauf zusammenbricht, also lassen Sie das lieber. Im Prinzip ist es effektiver, kurz und hart auf den oberen Bänken zu schwitzen, aber man muss sich zunächst langsam daran gewöhnen.
Gewöhn dich langsam daran: Auch beim Rausgehen sollte der Kreislauf zunächst wieder an eine aufrechte Haltung gewöhnt werden, in dem man sich zum Beispielt zunächst ein paar Minuten auf den untern Bänken hinsetzt. In der Regel ist es besser, in einer Sauna zu sitzen als zu Liegen, da sich die Poren der Haut leichter öffnen können.
Heiß und kalt: Wie beim Kneipen ist das Saunabad ohne einen schnellen Temperaturwechsel nutzlos. Natürlich ist es im Winter hervorragend und vor allem, wenn die Saunalandschaft des Spa einen Außenbereich hat. Warnung: Wenn Ihr Blutdruck hoch ist, ist es besser, sich nicht zu schnell abzukühlen, da eine plötzliche Verengung Ihrer Blutgefäße zu einem weiteren Anstieg Ihres Blutdrucks führen kann.
Von rechts nach links: Um Ihren Blutkreislauf zu schützen, sollten Sie immer kaltes Wasser von Ihrem rechten Knöchel zu Ihrem Herzen durch Ihre Beine und Arme leiten, nicht umgekehrt.
Lass dir Zeit: Eine Saunagang dauert 12 bis 15 Minuten, mit maximal fünf Minuten für den Aufguss. Zwei oder drei Durchgänge sind optimal. In der Zwischenzeit sollte eine Ruhezeit von mindestens 20 Minuten eingehalten werden.
Mach es öfter: Wenn Sie es einrichten können, versuchen Sie, ein oder zwei Saunabesuche pro Woche einzubauen.
Trink genug: Genügend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Das Trinken zwischen den Saunen reduziert die entgiftende Wirkung. Das bedeutet, dass es am besten ist, vor und nach der Sauna so viel Mineralwasser oder stark verdünnten Fruchtsaft wie möglich zu trinken.
Iss nicht zu viel: Besonders bei Kreislaufproblemen sollte man nicht mit vollem Magen in die Sauna gehen. Dies könnte Ihr System überlasten.
Sauna verlassen: Wenn Sie sich krank, benommen fühlen oder ähnliche Symptome haben, verlassen Sie sofort die Sauna!