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Wie mobile Tierarztpraxen die Tierpflege-Krise in Deutschland entschärfen könnten

Die gemeinnützige Organisation C.A.R.E.4Paws (Community Awareness, Resources & Education for Animals) aus Kalifornien setzt sich dafür ein, Haustierpflege für Familien mit geringem Einkommen zugänglich zu machen.

Seit der Gründung im Jahr 2009 bietet die Organisation kostenlose beziehungsweise kostengünstige tiermedizinische Leistungen über mobile Kliniken an – Kastrationen/Sterilisationen, Impfungen, Flohbehandlungen, Mikrochip-Implantationen und mehr – direkt in unterversorgten Vierteln. Ihr Ziel ist klar: Haustierobdachlosigkeit verringern und Tiere gesund halten, damit sie bei den Familien bleiben können, die sie lieben.

C.A.R.E.4Paws unterstützt außerdem Opfer häuslicher Gewalt mit dem Safe-Haven-Programm, verteilt Tierfutter über die Companion Pet Assistance-Initiative und wirbt durch Jugendarbeit für verantwortungsvolle Tierhaltung.

Deutschlands Problem mit bezahlbarer Tierpflege lösen

Erschwingliche tierärztliche Versorgung sicherzustellen, ist auch in Deutschland ein dringendes Thema, denn viele Halterinnen und Halter kämpfen mit steigenden Behandlungskosten. Seit der Anpassung der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) sind selbst Basisleistungen wie Impfungen und Routine-Checks deutlich teurer geworden. Für manche Rentnerinnen, Alleinerziehende oder Beziehende von Hartz IV kann die Tierhaltung dadurch zur finanziellen Belastung werden. In einigen Fällen werden Tiere nicht aus mangelnder Zuneigung, sondern aus Kostengründen im Tierheim abgegeben.

Deutschland verfügt bereits über Teilhilfen: Tafeln für Tierfutter und einige Tierheime bieten Unterstützung an, doch einen flächendeckenden mobilen Tierarztservice gibt es nicht. Ein solches Modell könnte die Lücke schließen. Mobile Kliniken könnten abgelegene Regionen erreichen und vorbeugende Behandlungen anbieten, bevor ernsthafte Gesundheitsprobleme auftreten.

Erschwingliche Pflege für Haustiere

Wenn Deutschland Elemente des C.A.R.E.4Paws-Konzepts übernimmt – insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Tierärztinnen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen –, ließe sich der Zugang zur Tiermedizin verbessern, Tierheime entlasten und Menschen könnten die Tiere behalten, die ihnen Trost und Gesellschaft spenden.

Erschwingliche Tierpflege sollte kein Privileg sein. Sie ist ein Grundbedürfnis – für die Tiere und für die Menschen, die sie lieben.